• Ich muss zugeben ich wusste lange nicht worüber ich schreiben sollte. Schon wieder. Meine Kreativität lässt seit einigen Wochen, eher Monaten sehr zu wünschen übrig.

Richtig schreiben kann ich bloß selten und dann ist es ganz schnell wieder weg oder ich werde unterbrochen. Ich glaube es war Anfang des Jahres, wo ich das letzte Mal wirklich gemalt habe. Und jetzt bin ich es wieder. In diesem Rausch gefangen. Ich kann und will vor allem gar nicht anders als ihm nachgeben.

Gestern habe ich wieder angefangen zu malen. Nicht viel. Bloß die alte Leinwand meiner Schwester mit etwas neuer Farbe erneut bepinselt. Und Zeug drauf geklatscht. So wie ich es liebe. Eine andere Leinwand habe ich halb zerstört. Und es war schön.

Jetzt gerade kommen meine Finger gar nicht mehr hinterher. Meine Gedanken formen noch während den Schreiben die Worte und trotzdem tippe ich zu langsam. Die Welt ist schon seltsam. Monate lang bringe ich fast nicht zustande und dann will ich plötzlich alles auf einmal machen. Ich lechze danach zu malen und habe solche Angst, dass dieser Rausch wieder so schnell vergeht.

Ich weiß meistens nicht was mich inspiriert. Es ist immer unterschiedlich, das Einzige das gleich bleibt ist, dass es mich emotional berühren muss. Was ja eigentlich nicht schwer ist, aber wenn ich kreativ werden soll dann ist es noch etwas anderes.

Gerade eben habe ich zum Beispiel einen Film gesehen. Es ging um einen Jungen welcher der Meinung ist, dass nichts im Leben einen Sinn macht. Das nichts etwas bringt und wir eh nur auf das Ende zusteuern. Er ist außerdem Künstler. Er macht nichts für die Schule und fertigt nur kleine Zeichnungen an, anstatt seine Hausaufgaben zu machen.

Und dann lernt er ein Mädchen kennen. Sie spielt nur mit ihm und verletzt den Jungen. Aber er fühlt endlich wirklich etwas. Er konnte nie richtig malen, weil er nichts zu sagen hatte. Und dann malt er sie. Der Film nimmt natürlich ein gutes Ende, so wie ich es mag.

Ich liebe es wenn die Menschen oder Charaktere glücklich sind. Ich liebe Wunder. Ich liebe Märchen. Ich bin nicht naiv und ich weiß auch wie grausam die Welt sein kann, aber ich bleibe ein Kind. Zumindest was meine Beziehung zu all diesen Dingen angeht. Vielleicht glaube ich nicht an Schicksal oder die wahre Liebe, aber ich wünsche es mir.

Genauso wie ich es jedem anderen auch wünsche. Ich wünsche jedem das was er verdient. Sei es nun etwas Gutes oder etwas aus dem man lernen kann. Wenn man es denn möchte.

Ich liebe es Fehler zu machen, ich liebe Ängste und ich liebe es traurig zu sein. Weil mir das zeigt, was das Leben ist. 

Meine Finger werden langsamer und der Schreibfluss endet etwas, aber was ich mit alldem nun sagen will (ich habe gerade beschlossen, dass das wirre Geschreibe einen Sinn hat), tu was immer du willst! Ich werde mir bald meine Haare abschneiden, ich weiß noch nicht wie viel und sie mir färben. Weil ich Lust darauf habe.

Wenn du in einen Rausch verfällst, dann lass dich treiben.

Zumindest bei mir kommt er nicht mehr so oft und deswegen genieße ich es umso mehr wenn er da ist. Denn er entführt mich in eine andere Welt. Deswegen lese ich vermutlich auch so gerne. Nicht nur weil sich so mein Wortschatz und mein Wissen vergrößert, sondern vorrangig um in eine andere Realität einzutauchen. Und das ist wichtig (zumindest meines Erachtens). Man muss sein Leben ab und zu vergessen um kreativ sein zu können. Oder eben einfach das machen zu können was man möchte.

 

„Denn wer immer wach ist, wird nie erleben was ein Träumender alles kann.“

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen: Was haltet ihr von dem Thema?

Hätte ich diesen Artikel gelesen würde ich mich jetzt wahrscheinlich fragen, welches Thema genau? Ich weiß ich habe sehr wirr geschrieben und bin von Gedankengang zu Gedankengang gesprungen, aber ich wollte nicht anders. Weil diese Worte authentischer sind als alles was ich hätte schreiben können. Beantwortet die Frage doch einfach nicht oder schreibt was euch in den Sinn kommt. Alles ist willkommen.