Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht was ich schreiben soll. In mir brodelte zwar die Kreativität, allerdings hinter einer abgesperrten Tür und was sie öffnet wusste ich nicht. Ich hatte keine Ideen, weder was ich malen, zeichnen, noch schreiben sollte. Also fing ich an über das zu schreiben, was mir gerade durch den Kopf ging. Und nach alten Texten zu suchen. Ich fand sie auf meinem alten Laptop, zog sie mir auf den Neuen und fing an zu lesen. Es half mir nicht, die verschlossene Tür zu öffnen, aber der Wunsch – wieder mehr zu schreiben – war geweckt.

Girl is watching

Meine Gedanken kreisten um einige Bücher, die ich zu der Zeit las und um diese, auf welche ich mich freute zu lesen. Da wäre „Mr. Dove über den Wassern“, ein Buch welches sich zieht. Ich hatte das Gefühl, es könnte bereits fertig sein, doch ich hatte erst ein Viertel geschafft. Und in diesem Fall kann man wirklich von geschafft schreiben. Des Weiteren war ich bereits seit einigen Wochen an „Anna Karenina“ dran.

thoughtful girl spinning

Meiner Meinung nach viel zu vielen unnötige Informationen und Gespräche, welche man vorzeitiger abbrechen hätte lassen können. Andererseits erhält man einen guten Einblick in das Leben von Konstantin Dmitrijewitsch Ljewin, besagter Ehebrecherin, ihres Geliebten und einiger weiterer Charaktere.

soul look

Ljewin erwähne ich mit voller Absicht zuallererst, da er mir am Meisten in Erinnerung blieb. „Die längste Nacht“ war definitiv mein Liebling und hatte hohen Suchtfaktor (sehr empfehlenswert!). Die Autorin schafft es die Gedanken Jugendlicher aufzugreifen und sie mit in eine reale Traumwelt zu entführen.

„That´s the thing about books – they let you travel without moving your feeds“ – Jhumpa Lahiri

Ich dachte einer der Gründe, warum ich so viel las, war mein Fernweh. Ich wollte die Welt sehen, will es immer noch, Menschen mit einem komplett anderen Leben kennen lernen, ihren Alltag erkunden, unvergessliche Dinge erleben, Orte sehen die, sich in mein Gedächtnis einbrennen, wieder kreativer werden. Leider hatte ich in diesem Sommer die Möglichkeit nicht wegzufahren oder zu fliegen.

black and white thoughts

Ich wollte den Herbst nutzen, um mir wenigstens ein bisschen von dem zu holen, was ich mir wünschte. Denn diese Stadt engte mich ein. Sie bot mir nicht das, was ich brauchte bzw. zu brauchen glaubte.

say hello

Also war da nun diese Hand, die den mittleren Teil meines Herzens umschloss und es leicht aus der Brust zog. Ich stellte sie mir bildlich vor, wie sie ins Nichts führte. Dieses Gefühl war natürlich nicht immer präsent, doch es schwang oft in meinen Gedanken mit.

watching you

Ich schrieb im Präteritum, da ich einige Texte zuvor las und einfach in Stimmung dazu war. Lasst mich doch bitte wissen wie es euch gefällt. Und natürlich wie ihr die Bilder findet. Sie sind in Zusammenarbeit mit einem sehr erfahrenen Fotografen entstanden und ich bin sehr glücklich, mit ihm dieses Shooting gehabt zu haben. Es werden sicher noch weitere folgen!

shy looking girl

Wie steht ihr zum Thema Fernweh und Lesen? Wenn ihr Buchtipps habt, schreibt sie doch bitte in die Kommentare, man kann nie genügend Bücher lesen und besitzen!
In der Galerie findet ihr wie immer weitere Fotos zum Shooting.

Thinking about something